Was kostet ein Franchise? Die wichtigsten Kostenpositionen erklärt

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Was kostet ein Franchise? Die wichtigsten Kostenpositionen erklärt

Was kostet ein Franchise grundsätzlich?

Wer sich fragt, was ein Franchise kostet, bekommt selten eine einfache Antwort, denn die Gesamtinvestition setzt sich aus mehreren unterschiedlichen Bausteinen zusammen. Es gibt nicht die eine Zahl, sondern eine Reihe von Kostenpositionen, die je nach Branche, Standort und Geschäftsmodell stark variieren. Wer diese Positionen einzeln versteht, kann die Wirtschaftlichkeit eines Franchise-Angebots realistisch einschätzen, statt sich von einer einzigen Gesamtsumme überraschen zu lassen.

Grob lassen sich die Kosten in vier Bereiche gliedern: die einmalige Eintrittsgebühr an den Franchisegeber, die Ausstattung des Standorts, das Warenlager beziehungsweise die Erstausstattung mit Produkten, und die notwendige Liquidität, um die ersten Monate bis zur Rentabilität zu überstehen. Jede dieser Positionen verdient eine eigene Betrachtung.

Was ist die Eintrittsgebühr und wofür zahlt man sie?

Die Eintrittsgebühr, oft auch Franchisegebühr oder Einstiegsgebühr genannt, ist eine einmalige Zahlung an den Franchisegeber für das Recht, die Marke, das Geschäftsmodell und das Know-how nutzen zu dürfen. Sie deckt in der Regel den Zugang zu Schulungen, Handbüchern, Markenrechten und der Erstberatung ab.

Wovon hängt die Höhe ab?

  • Bekanntheit und Etablierung der Marke am Markt
  • Umfang der Unterstützung, die der Franchisegeber vor der Eröffnung leistet
  • Branche: Dienstleistungskonzepte liegen oft niedriger als Systeme mit aufwendiger Ladenausstattung
  • Größe des zugewiesenen Vertriebsgebiets oder Einzugsgebiets

Wichtig ist, die Eintrittsgebühr nicht isoliert zu betrachten, sondern im Verhältnis zu dem, was sie beinhaltet. Ein niedriger Betrag kann teuer wirken, wenn kaum Leistungen enthalten sind, während eine höhere Gebühr sich lohnen kann, wenn dafür ein ausführliches Einarbeitungsprogramm, Marketingunterlagen und laufende Beratung inklusive sind.

Welche Kosten entstehen für die Ausstattung?

Die Ausstattung umfasst alles, was benötigt wird, um den Betrieb physisch einzurichten: Ladenbau, Möbel, technische Geräte, Kassensysteme, Fahrzeuge oder spezielle Maschinen, je nach Branche. Diese Position unterscheidet sich enorm zwischen einem Franchise mit eigenem Ladengeschäft und einem mobilen oder digitalen Dienstleistungskonzept.

Typische Ausstattungskosten im Überblick

  • Umbau- und Renovierungskosten der Räumlichkeiten
  • Einrichtung, Möbel und Beschilderung im Corporate Design
  • Technische Ausstattung wie Kassensysteme, Software oder Maschinen
  • Fahrzeuge, sofern das Geschäftsmodell mobile Leistungen vorsieht

Manche Franchisegeber schreiben genaue Standards für die Ausstattung vor, um ein einheitliches Erscheinungsbild aller Standorte zu gewährleisten. Das kann die Kosten in die Höhe treiben, sorgt aber auch für Wiedererkennbarkeit und Qualitätssicherung, die dem gesamten Netzwerk zugutekommt.

Was gehört zum Warenlager und zur Erstausstattung?

Neben der baulichen und technischen Ausstattung braucht praktisch jedes Franchise ein anfängliches Warenlager oder eine Erstausstattung mit Produkten, Materialien oder Verbrauchsgütern. Diese Position wird häufig unterschätzt, weil sie im Vergleich zur Eintrittsgebühr weniger prominent kommuniziert wird.

Worauf sollte man bei dieser Kostenposition achten?

  • Muss die Erstausstattung ausschließlich beim Franchisegeber oder bei zugelassenen Lieferanten bezogen werden?
  • Wie hoch ist der Umschlag, also wie schnell wird das Anfangslager wieder zu Umsatz?
  • Gibt es Mindestbestellmengen, die über den tatsächlichen Bedarf hinausgehen?
  • Wie werden Rückgaben oder unverkaufte Ware behandelt?

Bei Handelskonzepten mit physischen Produkten kann das Warenlager einen erheblichen Anteil der Gesamtinvestition ausmachen. Bei reinen Dienstleistungsfranchises fällt diese Position dagegen meist deutlich geringer aus oder entfällt teilweise ganz.

Warum braucht man zusätzliche Liquidität?

Ein häufig unterschätzter, aber entscheidender Kostenblock ist die notwendige Liquiditätsreserve. Diese wird gebraucht, um laufende Kosten wie Miete, Personal, Versicherungen und Franchisegebühren in der Anfangsphase zu decken, bevor der Betrieb ausreichend Umsatz erzielt, um sich selbst zu tragen.

Was sollte die Liquiditätsreserve abdecken?

  • Miete und Nebenkosten für mehrere Monate
  • Personalkosten, auch wenn der Umsatz noch nicht ausreicht
  • Laufende Franchisegebühren, sofern diese ab Vertragsbeginn fällig werden
  • Unerwartete Ausgaben, etwa durch Verzögerungen bei der Eröffnung

Die Dauer, bis ein Franchise-Standort kostendeckend arbeitet, hängt stark von Branche, Standort und Marktsituation ab und lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Wer zu knapp kalkuliert, riskiert, in der kritischen Anlaufphase in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten, selbst wenn das Geschäftsmodell grundsätzlich funktioniert.

Wie lässt sich die Gesamtinvestition realistisch einschätzen?

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